
Am 31. Oktober lädt die Medizinische Fakultät der Universität Bern zur Veranstaltung «Shaping the Healthcare of Tomorrow» ein. Fachpersonen aus Klinik, Forschung, Verwaltung und Patientenorganisationen diskutieren gemeinsam, wie Digitalisierung, KI und Data Science die Medizin von morgen prägen. Zugleich wird das neue Department of Digital Medicine eröffnet - die schweizweit erste Einrichtung dieser Art, die klinische, technologische und gesellschaftliche Aspekte der digitalen Medizin unter einem Dach vereint.
Wie prägen künstliche Intelligenz, Big Data und digitale Diagnostik die Medizin von morgen? Welche Chancen bieten datenbasierte Technologien für Prävention, Therapie und Versorgung - und wo stossen sie an Grenzen? Diese Fragen stehen im Zentrum des Symposiums ’Shaping the Healthcare of Tomorrow’ am Freitag, 31. Oktober 2025, am Inselspital, Universitätsspital Bern.
Vertreterinnen und Vertreter aus Klinik, Forschung, Verwaltung und Patientenorganisationen diskutieren die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im Schweizer Gesundheitswesen und legen ihren Fokus auf konkrete Zukunftsvisionen.
Interdisziplinärer Austausch
Das vielfältige Programm behandelt nebst dem Einsatz von KI und Data Science in Diagnostik und Therapie auch die Gewährleistung einer guten Datenqualität, die ’algorithmische Fairness’ und Fragen zum verantwortungsvollen Umgang mit Gesundheitsdaten. ’Wir möchten diskutieren, wie digitale Innovationen die Gesundheitsversorgung tatsächlich verbessern können, unter Berücksichtigung der ethischen und gesellschaftlichen Aspekte und mit dem Menschen im Mittelpunkt’, sagt Inti Zlobec, Direktorin des Department of Digital Medicine und Organisatorin der Veranstaltung.
Eröffnung des Department of Digital Medicine
Das Symposium bildet zugleich den Rahmen für die Eröffnung des neuen Department of Digital Medicine (DDM) an der Universität Bern. Dieses löst das bisherige strategische ’Center for ArtificiaI Intelligence in Medicine’ (CAIM) ab und erweitert dessen inhaltliche Ausrichtung. ’Die Digitalisierung in der medizinischen Lehre und Forschung, aber auch in der Versorgung, ist eine strategische Priorität der Medizinischen Fakultät Bern. Darum haben wir seit 2020 unter anderem 12 neue Professuren in der digitalen Medizin geschaffen’, sagt Claudio Bassetti, Dekan der Medizinischen Fakultät und Direktor Lehre und Forschung der Insel Gruppe. ’Das DDM vereint nicht nur diese Professuren, sondern auch klinische, technologische und gesellschaftliche Aspekte der digitalen Medizin unter einem Dach und fördert so die Forschung, die Lehre und den Technologietransfer’, so Bassetti. Dabei wird das DDM eng mit dem Inselspital, den Universitären Psychiatrischen Diensten (UPD) und weiteren Partnerinstitutionen zusammenarbeiten. Roland Wiest, Vize-Direktor des DDM und stellvertretender Direktor des Universitätsinstituts für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie am Inselspital, ist überzeugt: ’Die starke Interprofessionalität und Interdisziplinarität am DDM bieten optimale Voraussetzungen, um verbesserte Präventions-, Diagnoseund Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Wir orientieren uns dabei eng an der Digitalisierungsstrategie der Universität Bern und den strategischen Handlungsfeldern der Insel Gruppe.’ Verschiedene Outreach-Aktivitäten sind geplant, um die lokale Bevölkerung über digitale Medizin zu informieren und mit ihr den Austausch zu pflegen.
Zukunftsgerichtete Ausbildung der Medizinstudierenden
Das DDM verankert die digitale Transformation auch in der medizinischen Ausbildung. Die Studierenden sollen künftig Kompetenzen in Datenanalyse, digitaler Diagnostik und virtueller Versorgung erwerben - Themen, welche die Medizin von morgen prägen werden.
Auch Studierende aus technischen Studiengängen profitieren: Sie erhalten Einblicke in die biomedizinische Praxis und arbeiten eng mit klinischem Personal zusammen. ’Mit seiner interdisziplinären Ausrichtung ist das DDM schweizweit einzigartig. Es wird zu einem zentralen Ort, an dem Wissenschaft, Klinik und Gesellschaft gemeinsam die digitale Zukunft der Medizin gestalten’, sagt Zlobec abschliessend.



