ZVG
Verschwörungstheorien haben in den letzten Jahren einen beachtlichen Platz in den öffentlichen Diskussionen eingenommen. Zur Erklärung des Phänomens der generellen Verdächtigungen wird oft die Schwarz-Weiss-Sicht der Anhänger von Verschwörungstheorien angeführt. Diese Annahme wird nun durch die Arbeit einer Forschungsgruppe der Universitäten Freiburg und Paris Saint-Denis in Frage gestellt. Jedes grössere Ereignis wird heutzutage von einer oder mehreren "alternativen" Erklärungen begleitet, welche der "offiziellen" Version widersprechen und auf (vermeintliche oder reale) Unstimmigkeiten verweisen, welche als Indiz für versteckte und betrügerische Motive gedeutet werden. Studien aus verschiedenen Ländern, so auch der Universität Freiburg, haben bereits verschiedene soziologische und psychologische Abläufe in einen Zusammenhang mit der Mentalität von Anhängern von Verschwörungstheorien gestellt: ideologische Polarisierung, Vertrauensbruch gegenüber den "Eliten", paranoide Tendenzen, einseitige und verkürzte Gedankengänge, ängstlichkeit gegenüber komplexen Situationen. Kommentatoren solcher Studien haben die oft wiederholte These aufgestellt, dass Verschwörungstheoretiker nach einem sehr einfachen Denk-Schema funktionieren (einer Heuristik), die mit der Aussage "Nichts geschieht aus Zufall" zusammengefasst werden könnte. Diese Haltung würde zu Fragen führen wie "Wer profitiert vom Verbrechen?" und anfällig für Verschwörungstheorien machen.
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