1,5 Millionen Franken für die Kryosphärenforschung in Asien
Während die Gletscher weltweit schrumpfen, zeigen die Gletscher im Pamir-Gebirge in Zentralasien weniger Veränderungen. Sie und die anderen Komponenten der Kryosphäre (Schnee und Permafrost) sind die grossen Unbekannten, wenn es um künftige Veränderungen des Abflusses und der Naturgefahren geht. In den nächsten vier Jahren wird ein Forschungskonsortium unter der Leitung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL und der Universität Fribourg diese einzigartige Umgebung umfassend untersuchen. Das Swiss Polar Institute (SPI) hat 1,5 Millionen Franken für diese SPI-Flaggschiff-Initiative bewilligt. Das Pamirgebirge in Zentralasien erstreckt sich über eine Fläche von etwa 120.000 km², von der etwa ein Zehntel vergletschert ist. Es liegt am Übergang zwischen dem Tien-Shanund dem Karakorum-Gebirge und verlor - im Gegensatz zu den meisten anderen Gletschern in Asien und weltweit - in den letzten 20 Jahren nur wenig an Eismasse. Mittelfristig bedroht der Klimawandel aber auch dieses Eis, das die Wasserversorgung des Amu-Darja-Beckens sicherstellt.



