Rasche Wiederbesiedlung der Schweiz nach der Eiszeit

Leben im Paläolithikum: Nach dem Abschmelzen der Gletscher besiedelten zunächst
Leben im Paläolithikum: Nach dem Abschmelzen der Gletscher besiedelten zunächst Pionierpflanzen das Schweizer Mittelland - so wie hier am Gletscher Tsanfleuron. © Werner Müller
Der Mensch hat das Schweizer Mittelland nach der letzten Eiszeit rascher wieder besiedelt als bisher angenommen. Das zeigen Knochendatierungen und archäologische Untersuchungen. Auf dem Höhepunkt der letzten Eiszeit vor etwa 19'000 bis 25'000 Jahren war fast die ganze Schweiz von riesigen, bis zu zweitausend Metern dicken Gletschermassen bedeckt. Erst nach deren Abschmelzen in den folgenden Jahrtausenden konnte hier wieder Leben gedeihen. Wann die ersten Menschen sich wieder im Mittelland ausbreiteten und woher sie kamen, war bislang umstritten. Eine Hypothese besagte, dass Mitteleuropa während dieser Eiszeit menschenleer war und erst nach der Erwärmung allmählich von Südwesteuropa her neu besiedelt wurde. Diese Annahme ist falsch, wie nun neue Daten zeigen, die ein Forschungsteam um die Archäozoologen Werner Müller und Denise Leesch von der Universität Neuenburg zusammengetragen hat.
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