Der Forschungsansatz liefert ein Instrument, um Regelmässigkeiten und Trends zu erkennen (Ausschnitt). (Bild: Maximilian Schich).
Einem interdisziplinären Forscherteam gelang es, durch die statistische Auswertung von Geburtsund Sterbeorten von namhaften Persönlichkeiten die Migrationsund Interaktionsmuster der Kulturgeschichte zu beleuchten. Die soeben in 'Science' erschienene Studie zeigt, dass sich Naturund Geisteswissenschaften gegenseitig befruchten und letztere von komplexer Netzwerkforschung profitieren können. Die Visualisierung zeigt, welche Orte in Europa in welchen Zeiträumen kulturelle Attraktivität besitzen. (Quelle: Maximilian Schich und Mauro Martino) Ein umfangreicher Datensatz mit Geburtsund Sterbeorten von namhaften Kulturschaffenden reicht aus, um mit statistischen Methoden die kulturelle Bedeutung und Interaktion von Orten in Europa und Nordamerika über 2000 Jahre hinweg zu berechnen. Das zeigt eine siebenköpfige Forschergruppe der ETH Zürich, der Northeastern University in Boston und der University of Texas at Dallas in einem Artikel der aktuellen Ausgabe von «Science». Der Erstautor Maximilian Schich, promovierter Kunsthistoriker, leitete das umfangreiche Projekt in der Gruppe von Dirk Helbing, Professor für Soziologie mit den Schwerpunkten Modellierung und Simulation an der ETH Zürich. «Langweilige» Daten für spannende Forschung.
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