Ein sonniger Tag im «Oldest Ice Reconnaissance» Feldlager in Dronning Maud Land wird zum Trocknen der Wäsche genutzt.
Alexander Weinhart
Ein europäischer Forschungsverbund, an dem auch die Universität Bern beteiligt ist, will in der Antarktis nach 1,5 Millionen altem Eis bohren. Die Analyse der im Eis gespeicherten Klimadaten soll zum besseren Verständnis des Wechselspiels zwischen Warmund Kaltzeiten beitragen. Drei Jahre lang haben Expertinnen und Experten von 14 Institutionen aus zehn europäischen Ländern im Rahmen des EU-Projekts 'Beyond EPICA - Oldest Ice' den antarktischen Eisschild durchkämmt, um den idealen Standort für die Bohrung nach dem ältesten Eis der Erde zu finden. Nun wurde ein Standort gefunden und das Konsortium hat seine Wahl heute an der Jahresversammlung der European Geoscience Union (EGU) in Wien vorgestellt. Die Forscherinnen und Forscher haben für ihre Bohrung einen der unwirtlichsten und unbelebtesten Orte auf der Erde ausgewählt: 'Little Dome C' liegt rund 30 Kilometer - oder einige Stunden per Schneemobil - von der Concordia-Forschungsstation in der Antarktis entfernt. Die Station liegt auf 3233 Metern über Meer, die Niederschläge sind extrem gering und die mittlere Jahrestemperatur beträgt frostige -54,5 °C. Die Temperaturen steigen nie über -25 °C und können im Winter bis auf -80 °C fallen.
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