Auch offen abgegebene Placebos wirken - wenn sie erklärt werden
- EN- DE
Bei manchen Beschwerden wirkt ein offen verabreichtes Placebo genauso gut wie ein Placebo, das als Täuschung abgegeben wird. Eine wichtige Rolle bei der Vergabe eines Scheinmedikaments spielen die begleitenden Erläuterungen, wie Psychologen der Universität Basel und der Harvard Medical School im Fachjournal 'Pain' berichten. Die erfolgreiche Behandlung bestimmter körperlicher und psychischer Beschwerden kann zu einem bedeutenden Anteil durch den Placeboeffekt erklärt werden. Eine ethische Frage dabei ist, wie sich dieser Effekt nutzen lässt, ohne die Patientinnen und Patienten zu täuschen. Neuste empirische Studien zeigen, dass Placebos, die offen verabreicht werden, bei körperlichen Beschwerden wie chronischen Rückenschmerzen, Reizdarmsyndrom, episodischer Migräne und Rhinitis klinisch bedeutsame Effekte zeigen. Creme zur Schmerzlinderung. Erstmals haben nun Forschende der Universität Basel mit Kollegen der Harvard Medical School die offene Placebo-Vergabe mit einer getäuschten verglichen.




