Durchbruch bei der Entwicklung der Xenotransplantation
Einem internationalen Team unter Leitung des Klinikums München mit Beteiligung von Berner Forschenden ist es erstmals gelungen, genetisch veränderte Schweineherzen lebenserhaltend langfristig in Paviane zu verpflanzen. Für viele Patientinnen und Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz gibt es bis heute keine andere Option als die Transplantation mit einem humanen Spenderherzen. Kunstherzen im weitesten Sinn - sogenannte assist devices - können vielen, aber nicht allen Patientinnen und Patienten helfen und führen zudem oft zur Entstehung von Thrombosen und Embolien. Hinzu kommt das Problem des chronischen Organmangels: 2017 standen in Deutschland nur 769 Spenderorgane zur Verfügung, um Patientinnen und Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen - unter anderem am Herzen - mit einer Transplantation zu behandeln. 'Ich sehe auch nicht, dass sich der Trend grundlegend umkehren wird', prognostiziert Bruno Reichart, emeritierter Professor vom Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München. Reichart und auch ein Team um Prof. Robert Rieben vom Department for BioMedical Research (DBMR) der Universität Bern arbeiten deshalb seit zwei Jahrzehnten an der Xenotransplantation. Konkret: der Verpflanzung von genmodifizierten Schweineherzen zunächst in Affen und letztendlich in Menschen.



