Paedocypris carbunculus aus den Torfsumpfwäldern Zentral-Kalimantans, Borneo. Foto: Lukas Rüber
Zwergbärblinge (Paedocypris) sind die kleinsten Fische der Welt. Ihnen fehlen etliche Teile des Skeletts und geschlechtsreife Tiere sind nur knapp acht Millimeter gross. Ein internationales Forschungsteam unter Mit-Leitung von Dr. Lukas Rüber vom Institut für Ökologie und Evolution der Universität Bern hat zum ersten Mal die Genome von zwei Vertretern dieser faszinierenden Fische sequenziert. Sie fanden heraus, dass sich die einfache Anatomie der Fische auch in deren Genen widerspiegelt. Miniaturisierung, also die Evolution winziger Körpergrössen ist innerhalb der Familie der Karpfenfische mehrmals entstanden und ist das Ergebnis zweier unterschiedlicher Evolutionsprozesse. Einerseits findet man proportionalen Zwergwuchs, bei dem die geschlechtsreifen Adulttiere miniaturisierten, aber sonst nahezu identische Kopien ihrer grösseren Vorfahren darstellen. Anderseits hat sich Entwicklungsverkürzung (Progenese) evolviert, bei der die geschlechtsreifen Adulttiere aussehen wie Larven-Stadien ihrer grösseren Vorfahren.
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