Der Löschvorgang bei CRISPR: Cas9 Proteine (Scheren) werden durch sgRNAS an ihr Ziel geführt (orange Bänder). Die Zielstelle wird ausgeschnitten. Die CRISPETa Software führt die «Scheren» schneller und leichter ans Ziel.
Forschende unter der Leitung des Molekularbiologen Rory Johnson der Universität Bern haben eine Software entwickelt, mit der Teile der menschlichen DNA rasch und einfach aus lebenden Zellen gelöscht werden können. Die Software wird zu einem besseren Verständnis der «Dunklen Materie» unserer DNA führen, der sogenannten nicht-codierenden DNA, und könnte die Suche nach krankheitsverursachenden Genen sowie neuen Therapien erleichtern. Die Genomik untersucht, wie unser Genom, die Gesamtheit unserer DNA (Desoxyribonukleinsäure), den Menschen definiert, und wie aus Fehlern in der DNA Krankheiten entstehen. Bis vor kurzem war sie eine 'schreibgeschützte' Wissenschaft: Mittels technischer Hilfsmittel konnten genetische Sequenzen und ihre regulatorischen Bereiche abgelesen werden - es gab aber keine Möglichkeit, DNA zu editieren oder zu löschen, weder für die Grundlagendforschung, noch für potenzielle therapeutische Zwecke. Erst mit der Entdeckung der 'CRISPR/Cas9'-Methode vor ein paar Jahren wurde dies möglich. CRISPR/Cas9 ist ein molekulares Tool, bestehend aus zwei Komponenten: Einem sogenannten molekularen Strichcode ('sgRNA'), der von Forschenden verwendet wird, um eine bestimmte Stelle im Genom zu finden, und einem Protein, Cas9, welches an eine bestimmte Struktur in der sgRNA andockt. Mit diesen Komponenten kann nun die DNA bearbeitet werden - so können etwa kleine Mutationen eingeführt oder die Aktivität von Genen reguliert werden.
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