Neues Vorgehen gegen Chlamydien
Medienmitteilungen, Infos für Medienschaffende und Medienecho Media Relations In der Schweiz wie auch in vielen weiteren Industrieländern sind Chlamydien die häufigste sexuell übertragbare Krankheit. Ein internationales Forschungsteam mit Berner Beteiligung zeigt nun, dass bisherige Präventionsmassnahmen zu wenig greifen, und empfiehlt ein neues Vorgehen. Chlamydien sind eine weit verbreitete, aber heilbare und leicht zu diagnostizierende sexuell übertragbare Krankheit. In der Schweiz wurden 2015 über 10'000 Fälle gezählt, wobei es sich womöglich nur um die Spitze des Eisberges handelt, da die Krankheit in den meisten Fällen ohne Symptome verläuft. Chlamydien sind gefürchtet, da sie bei Frauen zu schweren Komplikationen wie 'pelvic inflammatory disease' (PID), Eileiterschwangerschaft und Unfruchtbarkeit führen können. Weil die Krankheit schwer zu kontrollieren ist, empfehlen Gesundheitsbehörden in vielen Industrieländern umfassende Tests für junge Erwachsene. So wird unter anderem in Australien ein sogenanntes opportunistisches Screening durchgeführt: Alle Jugendlichen, die ihre Hausärztin oder ihren Hausarzt aufsuchen, werden auf Chlamydien getestet - unabhängig davon, ob sie Symptome haben oder nicht.

