Gemeinsame Grabungen im Elsass
Archäologenteams der Universitäten Strassburg und Basel graben zurzeit gemeinsam in einer Höhle in der elsässischen Gemeinde Lutter. Sie erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Übergangszeit zwischen den letzten nomadisierenden Wildbeutern und den ersten sesshaften Bauern in der Oberrhein-Region vor rund 7500 Jahren. Der Fundplatz Abri St. Joseph im elsässischen Lutter liegt in einer Übergangszone zwischen dem elsässischen Sundgau und den ersten Solothurner Jurahügeln.Es handelt sich dabei um ein kleines Felsschutzdach (Abri). Erste Sondierungen von 1983 hatten ergeben, dass das Abri erstmals während der mittleren Steinzeit vor etwa 9000 Jahren als temporären Siedlungsplatz von Jägern und Sammlern aufgesucht wurde. Weitere Besiedlungsspuren stammen aus der frühesten Phase der Jungsteinzeit vor etwa 7500 Jahren, als die Menschen bereits erstmals ihre Nahrungsmittel durch den Anbau von Kulturpflanzen und die Haltung von Haustieren selber produzierten. Über diesen beiden Fundschichten wurden weitere Horizonte aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit, der Eisenzeit und der Römerzeit gefunden. Mittlere und frühe Jungsteinzeit erforschen Im Rahmen einer Kooperation zwischen den Universitäten Strassburg und Basel findet nun eine archäologische Ausgrabung im Abri statt. Hauptziel ist die Erforschung des Übergangs zwischen den letzten Wildbeutergesellschaften und den ersten Bauern in der Region südlicher Oberrhein. Anlässlich der diesjährigen Ausgrabungskampagne werden Schichten der mittleren und frühen Jungsteinzeit (zwischen 4500 und 5500 v. Chr.) und der späten Mittelsteinzeit (um 6000 v. Chr.) ausgegraben. Elsässer Kühe sömmern im Solothurner Jura



