Totgesagte leben länger
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Mumien sind nicht nur von historischem Interesse. Sie geben auch Aufschluss über die Evolution menschlicher Infektionskrankheiten. Eine späte Diagnose: Rund 3500 Jahre nach seinem Tod haben Röntgen- und DNA-Analysen ergeben, dass Tutanchamun an Malaria tropica und einer Knochenkrankheit litt. Zu diesem medizinischen Befund passen seine Grabbeigaben - Gehstöcke und Medikamente für das Leben nach dem Tod. Aber nicht nur Malaria tropica, auch Tuberkulose war im alten Ägypten weit verbreitet. Der zur Gattung der Mykobakterien gehörende Tuberkuloseerreger wurde in mehr als einem Fünftel der in Abydos und Theben-West gefundenen Mumien nachgewiesen. Moderne Diagnoseverfahren erlauben es heute, den Überresten längst verstorbener Menschen Informationen über ihre Leiden zu entlocken.



