«Chury» mit seiner zweiteiligen Struktur und dem zerbrechlichen «Hals» dazwischen.
Komet «Chury» hat seine entenförmige Gestalt nicht bei der Entstehung unseres Sonnensystems vor 4,5 Milliarden Jahren erhalten wie bisher gedacht. Dies schliessen Astrophysiker der Universität Bern aus Computersimulationen. Sie zeigen, dass der Komet in seiner jetzigen Form kaum mehr als eine Milliarde Jahre ist. Trotzdem enthält er Material aus der Urzeit. Aufgrund der Daten der Raumsonde Rosetta nahmen Forschende bisher an, dass der Komet 67P/Churyumov-Gerasimenko aus der Anfangsphase unseres Sonnensystems stammt. Seine eigenartige, entenförmige Struktur wäre demnach beim sanften Zusammenstoss zweier Objekte vor etwa 4,5 Milliarden Jahren entstanden. Nun kommen Martin Jutzi und Willy Benz vom NCCR PlanetS und dem Center for Space and Habitability (CSH) der Universität Bern zusammen mit Kollegen zu einem anderen Schluss: 'Es ist unwahrscheinlich, dass ein Körper wie ‹Chury› eine so lange Zeit unbeschadet überstanden hat; das zeigen unsere Computersimulationen', erklärt Astrophysiker Martin Jutzi das Resultat zweier Arbeiten, die in der Fachzeitschrift 'Astronomy & Astrophysics' veröffentlicht werden.
UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO
Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.
Ihre Vorteile
- Zugang zu allen Inhalten
- Erhalten Sie Newsmails für Neuigkeiten und Jobs
- Anzeigen veröffentlichen