Die fünf automatischen OPERA Scanning Mikroskope am LHEP der Universität Bern. (Bilder: LHEP)
Im Rahmen des OPERA-Experiments werden Neutrinos vom CERN in Genf nach Gran Sasso bei Rom geleitet. Unter Milliarden von Müon-Neutrinos ist mit 98-prozentiger Wahrscheinlichkeit das erste Tau-Neutrino entdeckt worden. Sieben Jahre nach Baubeginn und drei Jahre nach Beginn der Messungen im Untergrundlabor im Gran Sasso d'Italia (Gebirgsmassiv in den Abruzzen) hat sich eines von Abermilliarden von Müon-Neutrinos, die in einem Strahl vom CERN in Genf nach Gran Sasso bei Rom geschossen werden, anscheinend in ein Tau-Neutrino 'verwandelt'. 'Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um das lange gesuchte Ereignis handelt, liegt bei 98 Prozent', freut sich Professor Antonio Ereditato, der Leiter des OPERA-Experiments. Die Beobachtung weiterer solcher Tau-Neutrinos wird dann der Beweis sein für die postulierte Umwandlung eines Neutrino-Typs in einen anderen, infolge der so genannten 'Neutrino-Oszillation'. Das Verschwinden von Neutrinos eines bestimmten Typs ist schon durch andere Experimente beobachtet worden, aber der Nachweis des entstehenden Neutrinos ist der letzte fehlende Mosaikstein zur endgültigen Erhärtung der Neutrino-Oszillation. Das OPERA-Experiment ist das einzige weltweit, das diesen Beweis erbringen kann.
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