Untersuchungen zur Qualität von Tierversuchen in der Schweiz

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Im Zuge der «Reproduzierbarkeitskrise» in den biomedizinischen Wissenschaften wurden auch der Erkenntnisgewinn aus Tierversuchen und damit deren ethische Vertretbarkeit in Frage gestellt. Im Auftrag des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) untersuchten Forschende der Universität Bern die wissenschaftliche Qualität von Tierversuchen in der Schweiz. Ihre Untersuchungen deuten auf verbreitete Mängel bei der Forschungspraxis hin. Die wissenschaftliche Qualität von Tierversuchen untersuchten Forschende der Abteilung Tierschutz an der Vetsuisse-Fakultät der Universität Bern in zwei schweizweiten Studien: In einem ersten Schritt wurden alle 1'277 Tierversuchsgesuche der Jahre 2008, 2010 und 2012 sowie eine zufällige Stichprobe von 50 daraus hervorgegangenen wissenschaftlichen Publikationen auf Angaben zur Einhaltung grundlegender Kriterien guter Forschungspraxis (darunter Randomisierung, Verblindung, Stichprobenberechnung) geprüft. 'Die Einhaltung dieser Kriterien ist Voraussetzung für unverfälschte, aussagekräftige Ergebnisse', sagt Prof. Hanno Würbel, Leiter der Abteilung Tierschutz. Sowohl in Tierversuchsgesuchen, als auch in Publikationen waren jedoch nur selten konkrete Angaben zur Einhaltung der Kriterien guter Forschungspraxis zu finden.
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