Eine Rekonstruktion der Stadt Aventicum am Murtensee, ehemalige Hauptstadt der römischen Schweiz. Das Bild stammt aus dem Buch «Aventicum - Eine römische Hauptstadt» von Daniel Castella et al. (2015).
«Wir vergiften auch die Flüsse und die Elemente der Natur und selbst das, was uns leben lässt (die Luft), verderben wir. Diese Worte stammen nicht etwa von Naturschützern des 21. Jahrhunderts, sondern aus der Feder des römischen Gelehrten Plinius dem Älteren. Tatsächlich sind sich Altertumsforscher heute einig, dass bereits die Römer die Umwelt belasteten - durch ungefiltertes Abwasser, den Abbau von Rohstoffen wie Eisen oder Blei oder Waldrodungen. Auch der Murtensee blieb davon nicht verschont, wie eine neue Eawag-Untersuchung nun zeigt. Für die Studie entnahm das Forscherteam um den Paläolimnologen Mischa Haas an der tiefsten Stelle des Murtensees einen zehn Meter langen Sedimentbohrkern,anhand dessen sich die Umweltbedingungen über Jahrtausende rekonstruieren lassen. Die Resultate der Bohrkernanalyse überraschte die Forschenden: «Wir hätten nicht damit gerechnet, dass die Spuren der Römer so klar im Seesediment sichtbar waren», sagt Mischa Haas.
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