Woher kamen die ersten Bauern Europas?

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Jüngste Auswertungen prähistorischer Genome zeigen, dass die Landwirtschaft durch einwandernde Bauern nach Europa kam. Diese stammten aber nicht, wie bisher angenommen, aus dem Gebiet des "Fruchtbaren Halbmondes", wie ein internationales Forscherteam kürzlich herausfand. Die als Ursprung der Neolithischen Revolution angesehene Region am nördlichen Rand der Syrischen Wüste scheint nicht länger die einzige Wiege der Landwirtschaft zu sein. Die Sesshaftigkeit, der Ackerbau und die Landwirtschaft entstanden vor rund 10'000 Jahren im Gebiet des Fruchtbaren Halbmonds, der Region zwischen Südostanatolien, Iran, Irak und Syrien. Rund 2000 Jahre später tauchte der neolithische Lebensstil in Südosteuropa auf, kurz darauf verbreitete er sich auch in Zentraleuropa und im Mittelmeerraum. Der Wandel vom Jagen und Sammeln hin zur Landwirtschaft und Sesshaftigkeit wurde in der Humanökologie als solch drastische Veränderung wahrgenommen, dass dafür der Begriff "Neolithische Revolution" geprägt wurde. Knochen sprechen Klartext - Um die Abstammung dieser frühen Bauern zurückzuverfolgen, analysierten Forschende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), des University College London (UCL) und der Universität Freiburg (Unifr) die DNA von 10'000 Jahre alten Skeletten der ersten Bauern aus dem Zagrosgebirge im Iran, einem Gebietsteil des Fruchtbaren Halbmondes.
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