Nachtaktiver Blütenbesucher auf einer Distel: Die nächtliche Bestäubung wurde von künstlichem Licht gestört. Das führte bei der Kohldistel (Cirsium oleraceum) zu einer Reduktion der Samenbildung.
Künstliches Licht stört nachtaktive Insekten beim Bestäuben von Pflanzen und reduziert die Anzahl produzierter Samen und Früchte. Dieser Verlust der nächtlichen Bestäubungsleistung kann auch durch tagaktive Bestäuber nicht kompensiert werden. Pflanzen werden dadurch in ihrer Fortpflanzung beeinträchtigt, wie Ökologinnen und Ökologen der Universität Bern erstmals nachweisen konnten. Der Bestand an Bienen und anderen tagaktiven Bestäubern nimmt weltweit ab - wegen Krankheiten, eingeschleppten Parasiten, Pestiziden, dem Klimawandel und dem fortschreitenden Verlust von Lebensräumen. Nun zeigt ein Team um Eva Knop vom Institut für Ökologie und Evolution der Universität Bern erstmals, dass durch künstliches Licht auch nachtaktive Bestäuber beeinträchtigt werden. Dadurch reduziert sich ihre Bestäubungsleistung. 'Nachtaktive Blütenbesucher wurden von der Forschung in der Diskussion um die bekannte weltweite Bestäuberkrise bisher vernachlässigt', sagt Knop.
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