Probenentnahme am Origliosee (TI).
Mit einer neuen Methode lässt sich Erbmaterial aus Pflanzenund Tierresten, die nicht oder nur teilweise versteinert sind, kostengünstig analysieren. Damit haben die Entwickler des Verfahrens der WSL und der Universitäten Lausanne und Bern die DNA von Weisstannennadeln in Tessiner Seesedimenten untersucht. Sie fanden Hinweise darauf, wie die Wälder auf den Beginn des Ackerbaus reagierten. Das neue Verfahren nutzt die jüngsten Fortschritte der DNA-Technologie, um alte DNA (abgekürzt aDNA) aus prähistorischen Pflanzen und anderen Lebewesen zu isolieren. Die bisher dafür verwendeten Methoden sind jedoch teuer. Weil Populationsgenetiker für verlässliche Aussagen oft mehrere Dutzend Proben brauchen, seien viele Forschungsideen derzeit gar nicht finanzierbar, sagt Nadir Alvarez, Professor am Departement für Ökologie und Evolution an der Universität Lausanne. Dem Forscherteam um Alvarez und seinen Kollegen Christoph Sperisen, Populationsgenetiker der WSL, Willy Tinner, Professor für Paläoökologie an der Universität Bern und Sarah Schmid, Biologin an der Universität Lausanne ist es nun gelungen, eine kostengünstige Alternative zu entwickeln und deren Potential an subfossilen Weisstannennadeln im Origliosee (TI) zu demonstrieren.
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