Hochauflösende 3D-Darstellung von «Chury»’s Oberfläche: Die Auswertung der Rosetta-Daten ermöglichte die detaillierte Bestimmung von geomorphologischen Regionen auf dem Kometen, unter anderem dank dem Kamerasystem OSIRIS mit Beteiligung der Universität Bern. Bild: Nicolas Thomas, Universiät Bern
Das MiARD-Projekt (Multi-Instrument Analysis of Rosetta Data) war ein 30-monatiges, von der Universität Bern geleitetes internationales Forschungsprojekt, um die enorme Datenmenge der Rosetta-Mission zum Kometen Churyumov-Gerasimenko optimal zu nutzen. Nun wurden an einem Sonderanlass die wichtigsten Ergebnisse, Modelle und ein künstlerisches Projekt zu MiARD vorgestellt. Die Rosetta-Sonde hat bereits Geschichte geschrieben: Sie war zwölf Jahre unterwegs gewesen, hatte erstmals einen Kometen über zwei Jahre begleitet und hatte zum ersten Mal ein Landemodul auf einem Kometen abgesetzt. Nach dem letzten Signal am 30. September 2016 um 13:20 Uhr stürzte die Sonde kontrolliert auf den Kometen Churyumov-Gerasimenko ab. Das Berner Instrument ROSINA nahm dabei bis zum Schluss Messungen vor. Dieser kontrollierte Absturz der Rosetta-Sonde bedeutete aber noch lange nicht das Ende der Arbeiten für die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das internationale Forschungsprojekt MiARD unter der Leitung von Nicolas Thomas, Professor am Physikalischen Institut der Universität Bern und Mitglied beim Center for Space and Habitability CSH, hatte zum Ziel, zwischen März 2016 und August 2018 die Rosetta-Daten optimal zu nutzen, indem es komplementäre Datensätze aus verschiedenen Instrumenten kombinierte und mit einem ganzheitlichen Ansatz numerische Modelle entwickelte und testete.
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