«Föderale Systeme sind Experimentierräume für den nachhaltigen Staat.»

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Massnahmen für mehr Nachhaltigkeit sind auch in Verwaltungen ein Thema. Wie funktioniert die «Vernachhaltigung» in den Schweizer Kantonen? Dieser Frage gingen Marius Christen und Basil Bornemann von der Universität Basel nach. Im Interview sprechen sie über die wichtigsten Erkenntnisse. Wie sind die Schweizer Kantone beim Thema Nachhaltigkeit aufgestellt?. Marius Christen: In allen Kantonen spielt Nachhaltigkeit eine Rolle. Zum Teil sind Teams von fünf bis zehn Personen für Nachhaltigkeit verantwortlich, andernorts kümmert sich jemand in einem kleinen Pensum neben dem eigentlichen Aufgabenfeld auch noch darum. Daraus ergeben sich natürlich Unterschiede in den Handlungsmöglichkeiten, die ein Kanton hat. Wir nennen das 'Kapazität für Nachhaltigkeits-Governance'. Kantone mit einer hohen Kapazität verfügen über eine Fachstelle, die für Nachhaltigkeit verantwortlich ist. Auch die Vernetzung und der Aufbau von Fachwissen sind wichtige Aspekte: Die Verantwortlichen für Nachhaltigkeit vernetzen sich an nationalen und interkantonalen Veranstaltungen. Manche Kantone bieten ihren Mitarbeitenden auch Weiterbildungen im Bereich der Nachhaltigkeit an. Woher entstehen Anreize für Verwaltungen für mehr Nachhaltigkeit?. Basil Bornemann: Die Initiative kommt oft aus der Verwaltung selbst heraus. Aber es geht zentral um das Zusammenspiel von Staat und Gesellschaft. Eine wichtige Frage dabei ist: Sollen der Staat und die Verwaltung Vorreiter sein oder soll der Auftrag zur Umsetzung aus Politik und Gesellschaft kommen?
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