Investitionen von Superreichen fördern die Abholzung
Reiche Privatpersonen investieren zunehmend in den Agrarsektor. Das heizt den Anbau von pflanzlichen Rohstoffen an, die sich für die menschliche Ernährung, für die Industrie und als Tierfutter eignen. Dieser Kapitalfluss trägt direkt zur Entwaldung im globalen Süden bei, insbesondere in den Tropen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Centre for Development and Environment (CDE) der Universität Bern. Eine der wichtigsten Ursachen für die Entwaldung ist die Ausdehnung der Anbauflächen - vor allem in tropischen Regionen. Abholzung setzt nicht nur Kohlenstoff frei, sondern führt auch zum Verlust von Artenvielfalt und Ökosystemen und schmälert deren lebenswichtige Funktionen. Eine besonders wichtige Rolle spielen dabei sogenannte Flex-Crops - landwirtschaftliche Produkte wie Soja, Palmöl oder Zuckerrohr, die sowohl der menschlichen Ernährung als auch der Futtermittelproduktion oder industriellen Zwecken dienen.




