
Zum 1. Januar 2026 übernehmen Stephanie Michler und Hubert Schürmann den Bereich Förderung der Schweizerischen Vogelwarte Sempach und vertreten diesen als Teil der Institutsleitung. Sie folgen auf Peter Knaus, der nach 25 Jahren die Vogelwarte verlässt.
Als Co-Leitung bringen Stephanie Michler und Hubert Schürmann unterschiedliche und sich ergänzende Erfahrungen, Kompetenzen und Sichtweisen ein, vor allem im Naturschutz, bei der Artenförderung, der strategischen Planung und Kommunikation. Beide stehen für eine dynamische, zukunftsorientierte Haltung und sie wollen eine moderne, kollaborative Arbeitsweise fördern. Sie setzen weiterhin auf eine ganzheitliche Förderung der Vogelwelt in der Schweiz.
Zum Bereich Förderung gehören sieben Ressorts, die sich dem Lebensraumschutz und der Artenförderung widmen, sowie ein weiteres Ressort für die fünf Regionalstellen der Schweizerischen Vogelwarte. Bei der Artenund Lebensraumförderung will die neue Co-Leitung ihren Fokus vor allem auf die Beratung von wichtigen Akteuren legen und diese weiter verstärken. Dabei spielt die Vermittlung von Wissen eine zentrale Rolle. Die Umsetzung konkreter Projekte, wie beispielsweise im Rahmen des Programms «Aufschwung für die Vogelwelt» oder dem Förderprojekt für den Kiebitz im Wauwilermoos, erzeugt eine Leuchtturmwirkung und zeigt, wie die praxisnahe umsetzungsstarke Förderung mit Partnern funktionieren kann.
Zu den wichtigsten aktuellen und kommenden Herausforderungen in Sachen Vogelschutz gehören für Stephanie Michler und Hubert Schürmann die Folgen des Klimawandels und die politischen Rahmenbedingungen. Es ist ihnen auch künftig wichtig, sowohl die Bedürfnisse verschiedener Anspruchsgruppen und Akteure einerseits und der Vögel auf der anderen Seite in tragfähigen Lösungen zusammenzubringen, etwa bei der Zusammenarbeit mit Landwirtinnen und Landwirten für mehr Biodiversität im Kulturland, mit Kantonen und Gemeinden für intakte und störungsarme Schutzgebiete oder mit Planern und Architektinnen für Vogelschutz an Gebäuden. Die Co-Leitung will ihren Gestaltungsspielraum für strategische Impulse, innovative Ansätze und Synergien nutzen und freut sich darauf, gemeinsam mit einem hoch motivierten Team und geschätzten Partnern nachhaltige Lösungen zu schaffen.
Dr. Stephanie Michler Keiser
ist promovierte Biologin und arbeitet seit 2011 an der Vogelwarte. Sie hat langjährige Erfahrung als Leiterin von Artenförderungsprojekten, führte in den vergangenen vier Jahren das Ressort «Artenförderung» und war stellvertretende Bereichsleiterin. Sie bringt Erfahrung aus der Zusammenarbeit mit freiwilligen Mitarbeitenden und weiteren Akteuren ein sowie der Koordination der nationalen Aktivitäten zur «Artenförderung Vögel Schweiz».
Hubert Schürmann
ist Landwirt und Wirtschaftsingenieur und leitet seit 2022 das Ressort Kulturland an der Schweizerischen Vogelwarte. Er führt zudem nahe Sempach mit seiner Familie seit 20 Jahren einen Landwirtschaftsbetrieb im Nebenerwerb mit Ackerbau und viel Biodiversität. Er bringt vielfältige Berufserfahrungen mit, sowohl aus der Privatwirtschaft und Verwaltung als auch aus selbstständiger Tätigkeit.
Der Bereich Förderung an der Schweizerischen Vogelwarte
- Zum Bereich Förderung an der Schweizerischen Vogelwarte gehören die sieben Ressorts Artenförderung, Aufschwung für die Vogelwelt, Konflikte Vögel - Mensch, Lebensraum Gewässer, Lebensraum Kulturland, Lebensraum Siedlung und Lebensraum Wald
- Die fünf in einem weiteren Ressort des Bereichs Förderung angesiedelten Regionalstellen der Vogelwarte befinden sich in Sitten (VS), Contone (TI), Chur (GR), Schaffhausen (SH) und Yverdon-les-Bains (VD)
- Neben vielen Projekten zur Förderung der Vogelwelt in der Schweiz engagiert sich die Vogelwarte auch international für den Schutz von Zugvögeln. So koordiniert der Bereich Förderung den afrikanisch-eurasischen Aktionsplan für ziehende Landvögel (AEMLAP) und führt weitere Projekte zusammen mit Partnern in verschiedenen afrikanischen Ländern durch.
Informationen zum Bereich: www.vogelwarte.ch/schuetzen


