Feldarbeit im Indischen Ozean - Diese Koralle in der Nähe von West-Australien hat Informationen zum vergangenen Klima gespeichert.
Foto: Eric Matson, Australian Institute of Marine Science.
Innerhalb des letzten Jahrtausends gab es bei den Temperaturen der Nord- und Südhalbkugel grössere Unterschiede als bisher angenommen. Klimamodelle sind nur beschränkt in der Lage, diese Unterschiede abzubilden. Zu diesem Schluss kommt ein Forscherteam. Wichtige Kenngrössen des Klimasystems lassen sich nur mit Daten aus mehreren Jahrzehnten bis Jahrhunderten berechnen; zum Beispiel der Einfluss von menschengemachten Treibhausgas-Emissionen auf die Temperaturen im Vergleich zu natürlichen Schwankungen. Solche langfristigen Berechnungen basieren im Moment fast ausschliesslich auf Daten der Nordhalbkugel. Der Grund dafür ist die bislang mangelhafte Datenabdeckung in der Südhemisphäre, welche grösstenteils von Ozeanen, antarktischem Eis sowie Steppen und Wüsten bedeckt ist. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung des Oeschger Zentrums für Klimaforschung der Universität Bern und der WSL hat sich in den letzten Jahren daran gemacht, diese Einseitigkeit zu beheben.
UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO
Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.