Maisschädling schlägt Mais mit dessen eigenen Waffen

Der ursprünglich aus Mittelamerika stammende Westliche Maiswurzelbohrer (Diabrot
Der ursprünglich aus Mittelamerika stammende Westliche Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera) tritt immer häufiger auch in der Schweiz auf. Bild: Nowlan Freese, Max-Planck-Institut für chemische Ökologie
Eine neue Studie des Instituts für Pflanzenwissenschaften der Universität Bern und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie zeigt, wie der Maiswurzelbohrer den Abwehrmechanismus der Maispflanze ausser Gefecht setzen kann. Die Ergebnisse erklären, warum biologische Massnahmen zur Bekämpfung des Ernteschädlings oft wirkungslos blieben. Der Maiswurzelbohrer ist auch in der Schweiz weiter auf dem Vormarsch. Warum Versuche, dem Ernteschädling biologisch mit Hilfe von insektenpathogenen Fadenwürmern zu Leibe zu rücken, bisher fehlschlugen, erklärt eine erstaunliche Verteidigungsstrategie, die jetzt ein Team von Forschern der Universität Bern und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena entschlüsselt hat: Die Larven des Käfers können Abwehrstoffe, die Maispflanzen über ihre Wurzeln abgeben, in ungiftiger Form speichern, um die Gifte bei Bedarf zu aktivieren und zum Schutz vor ihren eigenen Feinden einzusetzen. Der Westliche Maiswurzelbohrer ist ein verheerender Maisschädling, der inzwischen europaweit verbreitet ist. Der Schädling stammt ursprünglich aus Mittelamerika, von wo er sich ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in ganz Nordamerika invasiv ausgebreitet hat.
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