Der CI-Roboter dringt im geplanten Winkel vom Ohr aus direkt in das Innenohr ein. Gelb: Gesichtsnerv; Orange: Geschmacksnerv; Hellblau: Hörschnecke (Cochlea); Dunkelblau: Hintere Wand des äusseren Gehörgangs; Lila: Gehörknöchelchen; Grün: Geplante Trajektorie; Grau: Bohrstück.
Chirurgen und Ingenieure des Inselspitals und des ARTORG Center for Biomedical Engineering Research der Universität Bern haben gemeinsam einen hochpräzisen Operationsroboter für die Cochlea-Implantation entwickelt. Die Forschungsarbeit zur weltweit ersten, erfolgreich durchgeführten roboterassistierten Cochlea-Implantation wird am 15. März in der Fachzeitschrift «Science Robotics» publiziert. Um ein Cochlea-Implantat in das Ohr eines tauben Patienten einzubringen, muss ein Hals-, Nasen-, Ohrenchirurg hinter der Ohrmuschel manuell einen sehr exakten Zugang durch den Schädelknochen bis ins Innenohr herstellen. Einerseits muss dabei ausreichend Knochen entfernt werden, um die notwendige Sicht auf das Innenohr zu gewährleisten, andererseits müssen Verletzungen von im Knochen verlaufenden Nerven vermieden werden. Die Implantatelektrode wird danach in die Hörschnecke (Cochlea) eingebracht und ermöglicht dem Patienten das Hören. Ziel des Berner Forschungsprojektes war es, zu untersuchen ob neuartige, computerund robotergestützte Ansätze zu einem verbesserten und reproduzierbareren Operationsergebnis beitragen können. Instrumente führen den Chirurgen in die Hörschnecke .
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