Ca. 1700 Jahre alte Skelette südsibirischer Steppennomaden am archäologischen Fundplatz «Tunnug1».
Ca. Jahre alte Skelette südsibirischer Steppennomaden am archäologischen Fundplatz «Tunnug1». Tunnug 1 Research Project - Spuren von Gewalt an 1700 Jahre alten Skeletten aus Sibirien erlauben Kampfpraktiken der Steppennomaden zu identifizieren. Ein internationales und interdisziplinäres Forschungsteam aus Anthropologie, Archäologie und Rechtsmedizin unter Leitung des Berner Forschers Marco Milella führte an den sterblichen Überresten eine detaillierte und aufschlussreiche Analyse durch. Antike Autoren beschrieben die sibirischen Steppennomaden als gewaltbereite Gruppen, die oftmals die angrenzenden Gebiete sesshafter Gemeinschaften plünderten. Allerdings sind gerade für diese Nomadengruppen nur wenige archäologische und anthropologische Daten vorhanden, die es erlauben würden, Fragen zur Gewalt zu beantworten. In einem neuen Artikel, publiziert im American Journal of Physical Anthropology , zeigt ein Team von Forschenden unter Leitung der Universität Bern und der Russischen Akademie der Wissenschaften nun auf, dass kriegerische Auseinandersetzungen und blutige Kampfpraktiken eine wichtige Rolle in diesen Gemeinschaften innehatten. Bei der Studie 'Troubles in Tuva: patterns of perimortem trauma in a nomadic community from Southern Siberia (2nd-4th c. CE)' lag die Federführung bei Dr. Marco Milella von der Abteilung Anthropologie des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Bern.
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