EMPA, Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt
EMPA, Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt
Ort: Dübendorf, Thun, St.Gallen
Kategorie: Materialwissenschaft
Angliederung: ETH Rat
Die Empa ist eine Forschungseinrichtung für Materialwissenschaft und -technologie. Sie gehört zum ETH-Bereich und ist somit ein wichtiges Element in Bildung, Wissenschaft und Innovation in der Schweiz. Es ist auf Anwendungen, fokussierte Forschung und Entwicklung spezialisiert und bietet Dienstleistungen auf hohem Niveau auf dem Gebiet der nachhaltigen Materialwissenschaft und -technologie. Seine Kernaufgaben sind die innovative Zusammenarbeit mit Industrie und Öffentlichen Institutionen, die die Sicherheit von Mensch und Umwelt, die Verbreitung von Wissen und die Lehre auf Universitätsniveau gewährleisten.
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Neuartige 2D-Materialien starten durch
Es gibt mehr als nur Graphen: In einem interdisziplinären Forschungsprojekt fokussieren sich Forschende auf eine neue Klasse zweidimensionaler Materialien, die sogenannten MXene. Die vielseitige Materialgruppe eignet sich für unterschiedlichste Anwendungen, von der Energiespeicherung bis zur Medizin. Dem Projektteam ist es gelungen, entscheidende Fortschritte bei der Modellierung und der Synthese der MXene zu machen.
Ein flexibler Elektrolyt für feste Batterien
Feststoffbatterien verzichten auf brennbare flüssige Elektrolyten und sind somit sicherer als konventionelle Lithiumionenakkus. Forschende haben einen festen Elektrolyten entwickelt, der auf einem dehnbaren Polymer basiert. Das skalierbare Material könnte bessere Feststoffbatterien ermöglichen und etwa in flexiblen Akkus für medizinische Anwendungen zum Einsatz kommen.
Wenn Rekorde nicht reichen
Es ist nicht einfach, neue Technologien aus dem Labor auf den Markt zu bringen. Forschende und Firmen sind mit sehr unterschiedlichen Ansprüchen an neue Entwicklungen konfrontiert und finden nicht immer einen gemeinsamen Weg. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Empa und weiterer Institutionen haben am Beispiel zweier neuer Solarzellen-Technologien analysiert, wo die grössten Gefahren lauern. Ihr Fazit: Forschung und Industrie müssen viel früher zusammenarbeiten.
«Ohne Materialforschung gäbe es keine Fortschritte»
Effizientere Batterien, textile Sensoren, selbstheilender Zement: An der Empa werden Materialien in ihrer ganzen Breite erforscht. Im Interview mit der Werner Siemens-Stiftung, die mehrere Projekte an der Empa fördert, erklärt Empa-Direktorin Tanja Zimmermann, was Materialforschung bewirkt, wohin sie sich entwickelt - und weshalb Holz ihr Lieblingsmaterial ist.
Patientin Erde im Toxikologie-Labor
Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft am 11. Februar 2026. Unser Planet leidet unter Luftverschmutzung, unter anderem durch klimawirksame halogenierte Gase.
Sie geht dahin, wo’s heiss ist
Die «FireDrone» soll Echtzeitdaten aus Hochrisikobereichen liefern, die für Menschen und herkömmliche Drohnen zu gefährlich sind. Entwickelt an der Empa und weitergeführt als Spin-off, kombiniert die neue Generation der Drohne hitzeresistente Materialien mit praxisnaher Robotik - für Brandeinsätze und Industrieinspektionen bei extremen Temperaturen.
Frühwarnsystem nach Operationen
Komplikationen nach Operationen sind oft schwierig zu erkennen. Ein Projekt unter Leitung der Empa-Forscherin Inge Herrmann wird neu von der Werner Siemens-Stiftung unterstützt. In den Labrs der Universitätsklinik Balgrist in Zürich entwickelt das Team dank der Förderung in Millionenhöhe in den kommenden fünf Jahren ein neuartiges Kontrastmittel, das Operationsstellen tief im Körper kontinuierlich überwachen - und im Notfall sogar behandeln.
Brücken sanieren mit «smartem» Stahl
Viele Brücken in der Schweiz wurden vor den 1980er-Jahren gebaut - und nähern sich damit dem Ende ihrer Lebensdauer. Forschende entwickeln ein neuartiges Verstärkungssystem, das in die Jahre gekommene Brücken aus Stahlbeton wieder fit macht. Erstmals kombinierten sie ultrahochfesten Faserbeton mit Formgedächtnisstahl, der sich beim Erhitzen zusammenzieht und so Betonstrukturen vorspannt.
Vom Pilz signiert
Einheimisch und doch exklusiv, natürlich und doch Hightech: Marmorholz vereint Gegensätze. Das besondere Holz zeichnet sich durch ein Muster aus feinen schwarzen Linien aus, die es einem Pilz verdankt. Was früher ein seltener Zufallsfund im Wald war, ist heute ein standardisiertes Herstellungsverfahren - dank der Zusammenarbeit der Schreinerei Koster AG Holzwelten und der Empa.
Materialforschung an Bord der ISS
Metallische Gläser sind neuartige Materialien für Anwendungen im Weltraum, aber auch in der Medizin und in der Uhrenindustrie. Um ihre Eigenschaften besser zu verstehen und ihre Herstellung zu erleichtern, führen Forschende in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA mehrere Versuche an Bord der Internationalen Raumstation ISS durch.
Forschung trifft Zukunft: KI als Schlüsseltechnologie für Nachhaltigkeit
Zum WEF 2026 präsentierte der ETH-Bereich Highlights aus der Forschung, die zeigen, wie künstliche Intelligenz (KI) den Weg zu mehr Nachhaltigkeit ebnet. Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Politik und Wirtschaft informierten sich über praxisnahe KI-Anwendungen für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft und erhielten direkte Einblicke in die Arbeit der sechs Institutionen des ETH-Bereichs.










